Der LMV . . .

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Als am Sonntag, 20.10.2013, um 07:00 Uhr, der Wecker klingelte und ich die Augen öffnete, musste ich für einen Augenblick überlegen, warum ich bloß so früh aufstehen wollte. Mir wurde jedoch schnell klar, dass heute der Marathon ist und ich in drei Stunden am Start stehen werde. Nach einem schnellen Frühstück (zwei Brötchen mit Honig und einer Tasse Tee) machte ich mich mit dem Fahrrad auf zur Strecke. Hier konnte ich einige Organisatoren (Klaus und Norman Ziele) begrüßen und mir nochmal Motivation für den Lauf abholen.

Nach einem kurzen Warmlaufen wurde ich von einem NDR-Kamera-Team begrüßt. Sie wollten mich an diesem Tag begleiten und am Ende des Tages einen kleinen Bericht von mir beim Schleswig-Holstein-Magazin bringen. Das Team war sehr nett und versuchte, mich trotz meiner beginnenden Nervosität, nicht so lange zu binden. Nach einem kurzen Interview und ein paar Dehnübungen war ich wieder für mich und sehnte den Start herbei.

Ich brauchte eigentlich nicht nervös sein, denn ich hatte die letzten 3 Monate gut trainiert und mir einiges vorgenommen. Im letzten Jahr hatte ich für alle überraschend den 3. Platz gemacht. Dieses Ergebnis konnte ich nur wiederholen, wenn ich meine eigene Bestzeit (03:31h) verbessern würde. Ich wusste natürlich von den anderen Läuferinnen und ihren Bestzeiten. Daher wollte ich mich auf meinen Lauf konzentrieren und mich nicht von anderen verrückt machen lassen.

Die Laufbedingungen (15°C, trocken) zum Start waren optimal, so dass ich mit anderen 500 Läufern um 10:00h auf die Strecke geschickt wurde.

Ich versuchte in den ersten Kilometern den Kontakt zu den ersten drei Frauen zu halten. Jedoch wurde mir schnell klar, dass dieses Tempo zu hoch für mich ist und ich ja noch viele, viele Kilometer vor mir habe. Ich lief somit mein eigenes Tempo und versuchte, locker zu laufen und den Lauf zu genießen.

Jedoch konnte ich nicht genießen, sondern ich empfand alles als eine Qual. Vielleicht lag es an dem Tempo, dass ich versuchte konstant zu halten. Vielleicht lag es auch an der Strecke, die für mich immer bergauf ging. Obwohl ich die Strecke vom letzten Jahr kannte, wollte ich mich nicht daran erinnern, dass sich an der Strecke nichts geändert hatte.

 

Ich freute mich auf die Wendemarke in Travemünde und hoffte, dass ich hier vielleicht nochmal schauen konnte, wie weit mir meine Konkurrentinnen schon enteilt waren. Als ich sehen konnte, dass die dritte Frau noch in Reichweite war, redete ich mir selbst ein, es schaffen zu können. Ich versuchte konstant weiter zu laufen und bei Kilometer 27 war es soweit, ich konnte sie ein- und sogar überholen. Dieses brachte mich zu einem kurzfristigen Hoch und ich lief die nächsten Kilometer wie entfesselt, um Abstand zwischen ihr und mir zu gewinnen.

Nachdem ich das zweite Mal den Herrentunnel Durchlaufen hatte, wollten meine Beine einfach nicht mehr. Ich musste mich wieder quälen und freute mich über jeden Verpflegungsstand und jeden geschafften Kilometer. Ich freute mich ebenso über bekannte Gesichter auf der Strecke und die Zurufe, es gleich geschafft zu haben.

Vor dem Durchlaufen des Burgstores wurde ich von meiner Familie erwartet, die mich nochmal pushten, sodass ich total kaputt, aber auch glücklich ins Ziel lief. Beim Blick auf die Zeit (03:25h) war ich überwältigt und  fand es einfach geil!

Ich durfte wieder zur Siegerehrung und mich für den 3. Platz feiern lassen. Einfach nur toll und unbeschreiblich! Und ich darf mich jetzt sogar Vize-Landesmeisterin nennen.

Auf diesem Wege möchte ich mich bei allen bedanken, die an mich geglaubt und mich auf der Strecke so zahlreich angefeuert haben.

 

Vielleicht bis zum nächsten Jahr 2014? - Eure Manu !

Unser Laufevent

 

 

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