Der LMV . . .

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Es war der 7. Thüringen Ultra, der mich am 06. Juli in das Örtchen Fröttstädt trieb, in dem der Start und das Ziel für dieses Event lag. Die Strecke, die ich mir vorgenommen hatte - 100 km mit 2300 Höhenmetern. Man sagt, dieser Lauf ist der zweitschwerste Hunderter in Deutschland.

Fröttstädt, ein kleines Örtchen mit ca 150 Häusern. Da gibt es nichts, keine Kneipe, kein Laden, nur die Freiwillige Feuerwehr und einen Schnellimbiss. Aber was dieser kleine Ort auf die Beine gestellt hat, verdient eine glatte10+10 Sterne. Es ist ein Volkslauf, der von der Organisation unerreicht scheint. Ich hatte den Eindruck, dass der gesamte Ort bei dieser Veranstaltung mitgeholfen hat. Ich habe noch nie so viel Freundlichkeit, Herzlichkeit und Begeisterung der Betreuer an den einzelnen Verpflegungsstellen wie bei diesem Lauf gesehen. Vom Angebot, was die einzelnen Verpflegungsstellen war ich zudem sehr positiv überrascht. Es gab von selbst gemachte Wurst, Marmelade, Kekse, Obst aus dem eigenen Garten und Tomaten - es war einfach der Hammer. Natürlich gab es auch das Iso, aber auch Bier mit und ohne. Und das alles für 50 € für 100km mit Finishershirt, Pasta und inkl. Medaille.

Viele Läufer /Innen haben die Möglichkeit zum Camping direkt am Start und Ziel genutzt. Frühstück gab es vor Ort für 50 Cent/ Brötchen oder Kaffee. Und während der ganzen Zeit war die Stimmung unglaublich.

Der Start war morgens um 4 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt war es noch dunkel, aber Fackeln säumten den Weg und die ersten Kilometer im Wald waren mit kleinen Lichtern markiert. Danach waren die Wege mit Bändern und mit Sprühfarbe in kurzen Abständen richtungsweisend markiert. Die Strecke war gleich am Anfang extrem bergig.

Bei einer Strecke von 100 km macht man sich vorher schon einen Plan. Meiner war, die Berge hoch zu gehen. Der absolute Kracher von Berg kam bei km 54. Da ging es 5 km nur bergauf. Danach kamen noch einige Berge, obwohl es hieß, nach km 60 wird es einfacher. Diesen Eindruck hatte ich nicht !

Im Nachhinein waren die Anstiege wesentlich einfacher als die anschließenden Bergabläufe. Es war extrem schwierig wieder ins Laufen zu kommen, zumal der erste Teil dieser Bergabstrecke sehr schwierig vom Untergrund zu laufen war (viele Wurzeln, sehr steinig). Aber dafür war die Landschaft wunderschön. In dem zweiten Teil gestaltete sich das Bergablaufen wesentlich schlimmer als die Bergaufläufe. Ich wurde ab km 68 von von meiner besseren Hälfte mit dem Rad begleitet. Das war gut so, denn er hat mich aufgemuntert. Irgendwann kommt bei dieser Strecke einfach der Hammer. Und da war er - da war mein Gewissen. Er hat mich motiviert, mein großes Ziel zu erreichen.

Das absolute Highlight kam bei km 95. Lange vorher, ca 2 km, hörte ich immer wieder über Lautsprecher, wie ich mit Namen angefeuert wurde ohne dass ich wusste, woher das kam. Mir war nur durch Ansagen klar, dass ich gesehen wurde. Denn es wurde davon Kenntnis genommen, dass ich mich noch unterhalten habe und noch laufen konnte. Auf den letzten 3 km hatte fast jeder Anwohner noch Wasserbehälter nach draußen gestellt.

Nach dem Zieleinlauf, es wurde jeder gefeiert, bekam man sofort seine Urkunde mit Zeit inklusive Zwischenzeiten. Das Finishershirt hat bei mir einen Stern, weil ich das erste mal einen Hunderter gelaufen bin.

Als Fazit bleibt die Erinnerung an ein wunderschönes Wochenende. Die Schmerzen des Laufes werden überdeckt von einer Erinnerung an ein einzigartiges Gemeinschaftsevent. Teilgenommen haben knapp 300 Läufer, davon nur 30 Frauen. Ausgestiegen ist nur eine Frau, aber deshingegen 13 Männer (!).

 

Solveig

 

Unser Laufevent

 

 

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